Selbstwertzweifel annika kreis web

Frühkindliche Erfahrungen

Selbstwertzweifel – Wenn der emotionale Hunger nicht gestillt wurde

Ein Mangel an Selbstwert ist häufig auf eine fehlende narzisstische Sättigung in unseren ersten Lebensjahren zurückzuführen: Wir haben nicht ausreichend Bestätigung, Liebe und Spiegelung durch unsere Bezugspersonen (Eltern, Großeltern etc.) erfahren, sodass wir kein stabiles Selbstwertgefühl entwickeln konnten. Uns fehlte die notwendige emotionale Nahrung, um einen gesunden Selbstwert aufzubauen. Daraus resultieren oftmals narzisstische Störungen, die sich in unterschiedlichen Ausprägungen in unserem fortschreitenden Leben zeigen können – von überheblicher Selbstüberschätzung bis zu zerstörerischer Selbstabwertung. Alle Ausprägungen sind ein Versuch, den tiefsitzenden Selbstwertzweifel zu kompensieren.

Die Kompensation

Wir nutzen die unterschiedlichsten Strategien zur Aufwertung unseres Selbstwertes, doch alle haben sie gemeinsam: Sie sind gebunden an ständige Bemühungen und Anstrengungen und abhängig von der Bestätigung im Außen. Die erhoffte (langfristige) innere Zufriedenheit bleibt aus und so kompensieren wir in der Dauerschleife.

Kompensationsstrategien sind beispielsweise:

Anpassung: People Pleasing oder Konfliktvermeidung sollen für soziale Akzeptanz und Anerkennung sorgen
Perfektionismus: Makellose Leistungen sollen vor Fehlern bzw. dem Beweis für Wertlosigkeit schützen
Großartigkeit: Einzigartigkeit, Status und Erfolge werden überdurchschnittlich herausgestellt
Isolation: Vermeidung von sozialen Kontakten soll eine mögliche Infragestellung des eigenen Wertes vermeiden
Suchtverhalten: Zeitweise Betäubung der Gefühle bzw. künstliche Herbeiführung “positiver” Gefühle und Abgabe der Kontrolle

Die Folgen

Durch die permanente überdurchschnittliche Leistungserbringung, Anpassung, Herausstellung, Isolation oder den erhöhten Substanzgebrauch entfremden wir uns immer mehr von uns selbst und von unseren Mitmenschen und erleiden nach und nach einen Identitätsverlust. Unseren eigenen, tatsächlichen Bedürfnissen und Gefühlen schenken wir keine oder nicht mehr genügend Aufmerksamkeit. Das führt unter anderem zu andauernder Frustration, erhöhter Kränkbarkeit und chronischer Erschöpfung – Depressionen, Essstörungen, psychosomatische- und Angststörungen können die Folge sein.

Wege der Heilung

Selbstwert ist die Wertschätzung des eigenen inneren Reichtums.
Annika Kreis

Durch die permanente überdurchschnittliche Leistungserbringung, Anpassung, Herausstellung, Isolation oder den erhöhten Substanzgebrauch entfremden wir uns immer mehr von uns selbst und von unseren Mitmenschen und erleiden nach und nach einen Identitätsverlust. Unseren eigenen, tatsächlichen Bedürfnissen und Gefühlen schenken wir keine oder nicht mehr genügend Aufmerksamkeit. Das führt unter anderem zu andauernder Frustration, erhöhter Kränkbarkeit und chronischer Erschöpfung – Depressionen, Essstörungen, psychosomatische- und Angststörungen können die Folge sein.

Die eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahrnehmen und ausdrücken lernen
Die Auseinandersetzung mit den und Akzeptanz der eigenen Stärken und “Schwächen” (bzw. Begrenzung)
Die Pflege von authentischen und achtsamen Beziehungen, in denen Gefühle und Bedürfnisse ausgesprochen, wahrgenommen und geschätzt werden
Das Erkunden und Nachgehen eigener Interessen/Hobbies
Das Setzen und Verfolgen realistischer Ziele
Selbstreflexion bspw. durch Tagebuch schreiben

Barrierefreiheits-Symbolleiste

Nach oben scrollen